Über die perfekte Rezensionsmethode bin ich noch nicht gestolpert und da ich kein Literaturwissenschaftler bin, dürfte mir auch das nötige theoretische Handwerkszeug fehlen um eine allgemeingültige Vorgehensweise zu entwerfen.
Über die Frage nach dem Zweck einer Rezension und damit inbegriffen auch einer Bewertung lassen sich bestimmt ein paar funktionierende Prinzipien ableiten.
Ich schreibe keine Kaufbewertungen, die Bücher gibt es sowieso nur noch antiquarisch oder geschenkt. Ebenso halte ich es für wenig zielführend Schulnoten im Sinne einer „sehr gut“ oder „mangelhaft“ zu verleihen, denn die Geschmäcker sind doch sowieso viel zu individuell.
Sinn eines Bewertungsschemas sollte es daher doch viel mehr sein, eben keine (all zu starre) Bewertung vorzunehmen, sondern viel mehr eine Einordnung der Geschichten. Mit der Verwendung einheitlicher Bewertungskritieren könnte ich so eine Vergleichbarkeit der Bücher herstellen lassen und damit auch eine Abwägung, ob und wenn ja warum (oder eben auch „warum nicht“) ein Titel nun gefällt oder nicht.
Hierfür habe ich mir überlegt zukünftig eine Reihe von insgesamt 9 Kriterien zu verwenden, anhand sich die Bücher dieses Gebiets einordnen lassen könnten. Ein Ergebnis könnte hierbei zwischen 0 und 5 liegen, wobei 0 nicht bedeutet dass es besonders schlecht wäre, sowie umgedreht eine 5 nicht aussagen soll, dass die vorliegende Geschichte besonders gut ist.
Stattdessen wären es eher neutrale Kategorien, bei denen eine 0 aussagen würde, dass dieses Element überhaupt nicht vorhanden ist und eine 5 wiederum dafür stehen würde, dass dieses Element sich besonders Stark im Text wiederfindet.
Für Science Fiction-Romane aus diesem Gebiet habe dabei (vorläufig) an folgende Kategorien gedacht:
- Tempo
- Gewalt
- Agitation
- Love
- Weltraum
- Aliens
- Crime
- Technik
- Humor
Diese würde ich in Anlehnung an ein Rezensionsmodell von Markus Gerstling (aka Hydorgol)1 in Form eines Netzdiagramms visualisieren. Diese Form der Darstellung hätte den Vorteil anhand des grafischen Musters Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Romanen besonders schnell zu erfassen. Gleichzeitig lenkt ein Netzdiagramm meines Erachtens nach von einer „gut / schlecht“-Bewertung ab und unterstützt eher eine „stark vorhanden / schwach vorhanden“-Interpretation.
So könnte ein Netzdiagramm aussehen, das 2 Romanbewertungen im Vergleich visualisiert:
